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AV-Dialog_2016-3

23 AV AV-Dialog 3/2016 Forum log habe ich von einer AMI (Association of Multi-Image) gelesen. Sie hat Beurteilungskriterien festgelegt, die weltweit in der AVSzene angewendet werden. (Anmerkung der Redaktion: Das überspringen wir hier und verweisen auf die Quelle, siehe AVDialog 4/2015 S. 42.) Diese Beurteilungskriterien haben AVFachleute für Multivisionsschauen festgelegt. Ein Amateurfilm ist ein dem Zuschauer fertig vorgeführter Ablauf. Bei AV muss man interpretieren, also aktiv mitarbeiten. Ein Film strebt seinem Ende entgegen. Bei AV-Schauen ist oft der Weg das Ziel. Resümee Mein persönliches Resümee: AV ist aus der Sicht eines BDFA-Filmers eine unbekannte, wunderbare Welt. Sie führt als Amateurhobby ein Nischendasein, für mich ein Wunder, das in einer Sprache spricht, die kaum ein Filmer kennt und schätzt. Leider! Vielleicht erlebt die Kunst von AV in 15 Jahren eine Renaissance, wenn die Menschheit einsieht, dass Werbung und Film und Fernsehen so schnell sind, dass es uns auf den Wecker geht: „Null und Nix in Highspeed in den Kopf getrommelt zu bekommen!“ Warten wir‘s ab. Mein Bericht bezieht sich ausschließlich auf AV als Hobby. Im professionellen Bereich sind AV und Multimedia bei Messe- und Ausstellungspräsentationen gleichauf mit Film und Video vertreten. Bilder aus der AV Schau „La Tortuga“, „Die Schildkröte“ von Herbert Neidhardt. Eine Kunstinstallation des Künstlers Wolf Vostell. Eine auf dem Rücken liegende Lokomotive, die Züge nach Auschwitz zog. Hilflos strecken sich die Räder gen Himmel. In einer Überblendung von einem zum anderen Motiv zeigt das „Dritte Bild“ für Sekunden jenes schreckliche Chaos, das Erinnerungen an Berge aus Schuhen und Brillen und Toten auslöst.


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