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AV-Dialog_2016-3

Berichte AV-Workshop in Briol Emotionen in Bild und Ton 26 AV www.av-dialog.de Von Klaus Fritzsche Vom 5. bis 12. Juni 2016 fand in Briol ein von der Zeitschrift fotoforum ausgeschriebener AV-Workshop statt, der in dieser Form ziemlich einzigartig war. In einer Woche wurde unter der Leitung von Mathias Michel und Matthias Hultsch eine AV-Schau produziert – vom Drehbuch bis zur öffentlichen Vorführung, die bereits im Brioler „Kulturkalender“ angekündigt war. Briol ist ein kleines Hotel im Familienbesitz hoch oberhalb des Eisacktales. Es gibt keinen Autoverkehr, nur mit dem Geländewagentaxi oder zu Fuß kommt man hierher, in ein Hotel, das seit 1928 nahezu unverändert geblieben ist. Und dieses Kleinod wollten wir mit unserer Schau porträtieren. Eine Woche ist nicht viel für so ein Projekt und so wurden wir gleich mit einem ziemlich detaillierten Zeitplan konfrontiert. Noch am Anreisetag fand ein Brainstorming statt. Was wollen wir rüberbringen? Welche Themen sollen in die Schau? Ideen wurden gesammelt, gruppiert und flossen in das Drehbuch ein. Dabei zeigte sich schnell, dass Mathias Michel auch schon viele konkrete Ideen zum Inhalt der Schau hatte. Die gute Vorbereitung des Workshops durch Mathias war letztlich auch entscheidend für den erfolgreichen Abschluss. An den ersten zwei Tagen stand das Fotografieren im Fokus. Jeder bekam ein Schwerpunktthema zugeordnet, für das er verantwortlich war. Fotografiert wurde rund ums Haus, in den schlichten Zimmern, in der Küche und auf einer gemeinsamen Wanderung in die schöne Umgebung. Vorher wurde uns eingeschärft, die Bildausschnitte nicht zu eng zu setzen, sondern „Luft zu lassen“. Dann ergeben sich später bei der Bildanordnung mehr Freiheiten. In der Schau kam nicht nur Johanna, die Wirtin des Hotels, zu Wort. Auch wir Teilnehmer trugen kurze Statements bei, die jeweils eine neue Sequenz einleiteten. Die Sprachaufnahmen erfolgten im stillen Kämmerlein. Mit Hilfe von Mathias‘ Regieanweisungen haben wir alle einen ruhigen einheitlichen Sprachstil hinbekommen. Auch das war ein Lerneffekt. Die nächsten Tage waren der Montage mit Wings Platinum gewidmet. Und das begann mit den Tonspuren. Mathias hatte vorab einige Musikstücke und Klangflächen einspielen lassen, die nun mit den Sprechtexten und O-Ton kombiniert wurden. Erst als die Tonspur fertig war, kamen die Bilder an die Reihe. Eine besondere Stel


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