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AV-Dialog_2016-3

29 AV AV-Dialog 3/2016 Gestaltung Die Gestaltung von AV-Schauen (Teil 3 – Schluss) Für den Zuschauer Von Manfred Hirt Im dritten Teil der Serie geht es weiter mit Gedanken zu Titeln, zu den Möglichkeiten bei der Überblendung und zum Einsatz von Videos in der AV-Schau. Nicht zuletzt wird die Frage angesprochen, was eine AV-Schau sehenswert macht. Titel und Schriften Warum ein Titel? Es steht doch im Programm, was kommt. Ein Titel soll einleiten, informieren, Interesse wecken. Er ist die Visitenkarte für den Vortrag. Ein Titel soll einen guten ersten Eindruck machen. Der Zuschauer soll sich für mich, für meine Schau interessieren. Gelingt dies, habe ich schon mal eine gute Basis geschaffen, denn er freut sich und ist neugierig auf das, was jetzt gleich noch kommt. Der Titel kann auch aus mehreren Teilen bestehen, z. B. als Haupttitel: „Lanzarote“. Was erwartet der Zuschauer jetzt? Natürlich Bilder und Informationen zu der vulkanischen Kanareninsel. Füge ich noch den Untertitel „Auf den Spuren von César Manrique“ hinzu, ist klar, dass der bekannte Bildhauer eine wesentliche Rolle in der Präsentation spielen wird. Dieser Titel lenkt von vornherein die Erwartung des Zuschauers in eine ganz bestimmte Richtung. Der Zuschauer hat schon viel darüber gehört und freut sich, es endlich selbst mal zu sehen, – ein dankbarer Gast, den wir nicht enttäuschen sollten. Titel dürfen aber auch Neugierde wecken. Der Titel „Durchatmen“ lässt eigentlich alles offen. Der unbeteiligte Zuschauer kann sich nicht vorstellen, was da jetzt kommen kann, sein Interesse ist geweckt, er schaut voller Spannung und Erwartung auf die Leinwand. Allerdings muss nun zwingend auch eine passende Darbietung kommen und der nebulöse Titel muss im Laufe der Schau auch für jedermann erklärbar werden. In diesem Beispiel ist es ein entschleunigter Wintertag an der Nordsee, ein Tag zum Durchatmen. Schrifteinblendungen können auch während der Schau als ergänzende Informationen, z. B. als Abgrenzung bzw. Beginn einer neuen Sequenz eingesetzt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Bilder, in die sie eingeblendet werden, sich dafür auch eignen. Flächige, ruhige Aufnahmen im Vorrat zu haben, sind hier ein guter Tipp. Die Platzierung der Titel muss gut gewählt werden. Am unteren Bildrand ist


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